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  |  Unverpackt   |  Unser Toilettenpapier.

Unser Toilettenpapier.

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Unser Toilettenpapier besteht aus Holz. Das noch so umweltfreundlichste Toilettenpapier, präsentiert sich ebenfalls wie das Herkömmliche, im Plastikkostüm. Schlussendlich, soll das Toilettenpapier, „trocknen Fußes“, den Weg in die eigenen vier Wände schaffen. Durch plötzlich einsetzenden Regen, könnte es durchweichen und wäre nicht mehr verwendbar.

Zudem sollen die Werbung und das Versprechen, dass dieses eine Toilettenpapier zu der intimen Hygiene sicher beiträgt, irgendwie und irgendwo lesbar sein. Das Umweltversprechen sowie die dazugehörigen Labels, sollen ebenfalls ins Auge springen. Schließlich, wird die Ware uns nicht mündlich präsentiert, sondern Jeder soll sich selber eine Meinung bilden können, um anonym, sein präferiertes Toilettenpapier selbst aussuchen dürfen.

In diesem Artikel soll es aber nicht, um die Sinnhaftigkeit dieser Prozedur gehen. Außerdem ist es wichtig, die Vielfalt und die Auswahlmöglichkeit zu bieten. Geschmäcker sind eben verschieden. Doch zu welchem Preis all das?

Jeder weiß, dass der Kunststoff gesundheitlich bedenklich ist und der Umwelt schadet. Gibt es Alternativen zu den einzelnen Toilettenpapierrollen im Plastikdress?

Der Verbrauch von Plastik, beim Kauf von Toilettenpapier.

Im Schnitt verbrauchen wir in Deutschland pro Jahr 93 Toilettenpapierrollen. In einer herkömmlichen Verpackung, sind 8 Rollen Toilettenpapierrollen enthalten. Es könnten somit 12 Plastikverpackungen im Jahr eingespart werden.

Sicherlich ist diese Zahl nicht erschreckend und bestimmt fällt diese Anzahl nichts ins Gewicht.

Der Herstellungsprozess von Toilettenpapier.

An dieser Stelle, lohnt sich aber der Blick auf den Herstellungsprozess des Toilettenpapieres. Der beginnt, bei den „Nicht-Öko-Papieren“, beim Fällen von Bäumen. Das Einzige Siegel, was für eine Nicht-Abholzung von Bäumen steht, ist der Blaue Engel. Bei allen anderen Siegeln, werden trotzdem Bäume gefällt, wenn auch aus nachhaltiger Forstwirtschaft.

Da die Holzfasern recht dunkel sind, werden nun die Fasern gebleicht. Dadurch wird das Material weich und saugfähiger. Allerdings, schadet dieses der Umwelt und es bleiben Schadstoffe in geringen Mengen, und durch Gesetze dem Maximalwert entsprechend,  im Endprodukt zurück. Dann erhält das Papier Prägungen, was letztendlich dazu dient, dass mehrere Schichten Papier gut aufeinander heften.  Das punktuelle Verkleben der Seiten, steigert die Haftung. Außerdem, werden die Papiere durch die Prägung noch weicher gemacht.

Die Statistik.

Um einen ungefähren Überblick zu bekommen, *Angaben ohne Gewähr, hier eine Ökobilanz aus verschiedenen Quellen (*Quellenangabe siehe unten).

Im Schnitt werden in Deutschland 93 Toilettenpapierrollen (8 Rollen entsprechen ca. 1,2 Kg) in Deutschland verbraucht. Die Ökobilanz dazu sieht wie folgt aus:

für 1 Kg Papier (200 Blatt/1 Pck. Toilettenpapier mit 8 Rollen) werden 2,2 Kg Holz, 50 Liter Wasser und 4 kWh (ungefähr 2,4 Kg CO2) an Energie verbraucht.

Für Recycling-Papier wird 1,1 Kg Altpapier, 15 Liter Wasser und 1,5 kWh benötigt.

Hinzu kommt der Einsatz von Chemikalien. Je nach Herstellungsprozedere schwanken diese und auch die o.g. Zahlen.

Wie gesagt, hier soll es auch nicht um das Schlecht-Reden von Toilettenpapier gehen, sondern um das Bewusstsein, was unser Konsum in dieser einen Sache anrichtet. Zu dem Verbrauch von Toilettenpapier, kommen die Haushaltsrollen, die Taschentücher und das Kopierpapier. Summa Summarum, ganz schön viel Bäume, die ein Jeder durch sein Handeln retten könnte. Natürlich könnte man jetzt noch aufzählen, wie viel Möbel aus Holz in den Privathaushalten sind. Das soll hier auch nicht Thema sein, da Möbel nicht tagtäglich entsorgt werden, im Vergleich zu Papier.

Neben Toilettenpapier aus Holz, gibt es mittlerweile einen Anbieter, der das Hygienemittel aus Bambus produzieren lässt. Der Clou: dieses Toilettenpapier wird in Kartons geliefert. Bei größerer Bestellmenge wird das Produkt in einem einzigen, großen Karton zugestellt. In Unverpackt Läden, kann das Toilettenpapier bereits ohne Verpackung gekauft werden.

Der große Nachteil bei diesem Toilettenpapier ist, dass der Bambus in Asien wächst. Bambus ist ein schnell nachwachsender Rohstoff. In günstiger Umgebung, z.B. in China, wächst der Bambus auch ohne Düngemittel. Die Rettung kommt also aus China. Der Produzent des Toilettenpapiers aus Bambus, hat natürlich berechnen lassen, wie viel CO2 beim Transport entsteht. Er investiert einen Teil der Einnahmen in grüne Projekte, um diesen Wert zu reduzieren bzw. zu kompensieren.

Es gibt Überlegungen, das Toilettenpapier aus Hanf herstellen zu lassen.

Eine weitere Alternative zum Toilettenpapier sind die „Popo-Duschen“. Wohl dem, der ein Bidet hat. Es gibt auch „Popo-Duschen“ für Reisen oder schlichtweg zum Ausprobieren. Leider sind diese aus Kunststoff.

Manche, schneiden sich entsprechende Stoffstücke aus alten Stoffresten zu Toilettenpapier zu. Damals wurden alte Zeitungen verwendet. Noch weiter zurückgeschaut, reichten schlichtweg Pflanzenblätter für das intime Geschäft. Es scheint also ein Thema des persönlichen Komfortanspruchs zu sein, nicht zuletzt ein Thema der Machbarkeit.

Die Variante „Popo-Dusche“ und Stoffresten in Kombination, halte ich persönlich für machbar, aber alltagstauglich und hygienisch?

“Ein Baum für alle Fälle.”

Um Bäume zu retten und auf Plastik zu verzichten, folgende Tipps:

  1. Kaufen Sie Toilettenpapier, Taschentücher und Haushaltsrollen mit dem Siegel des Blauen Engel.
  2. Verwenden Sie Taschentücher und Haushaltsrollen aus Stoff . Hier auf das Thema Nachhaltigkeit achten, Stichwort: Biobaumwolle aus fairem Handel. Auf Märkten finden sich Händler, die ihre Vorliebe für das Nähen, in wundervolle Konsumartikel verwandeln und anbieten.
  3. Achten Sie beim Entsorgen von Papier, auf das fachgerechte entsorgen.
  4. Verzichten Sie auf Werbeprospekte verzichten. Bestellen Sie unerwünschte Kataloge und Prospekte ab.
  5. Digitalisieren Sie Ihren Schriftverkehr bzw. erbitten Sie den Schriftwechsel zukünftig per Email. Der Einzige große wesentliche Nachteil dieser Methode ist, dass Daten abgespeichert werden müssen und somit mehr Datenspeicher benötigt wird. Auch die Cloud ist nichts anderes, wie das, das irgendwo Server stehen, die all unsere Daten speichern.
  6. Nutzen Sie die Vor- und Rückseiten vom Papier. Aus unwichtigen Schreiben, lassen sich schnell Notizzettel für Telefonnummern und Einkaufslisten anfertigen.
  7. Bitte bedenken Sie, dass jeden Tag 270 Tausend Bäume für den Konsum von Papier gefällt werden. Bis 2030 werden 170 Millionen Hektar Wald verschwunden sein. Hinzu kommen die Verluste durch Brände, Stürme, Dürren und deren Folgen.
  8. Bitte bedenken Sie, dass jede Plastik-Umverpackung, ihre Nachkommen in den nächsten 500 Jahren begleitet.

Wir alle, haben es in der Hand, im wahrsten Sinne des Wortes, in unserem Ermessen einen Beitrag zu leisten. Wer sich dessen einmal bewusst ist, dass zum persönlichen Erbe, eben auch unser produzierter Müll gehört – welches die Lebensqualität von unseren Liebsten, dazu gehören auch unsere Vierbeiner beeinträchtigt – na, bitte, wenn das kein Ansporn und keine Gründe sind, was dann?

Quellenangaben:

https://www.blauer-engel.de/de/produktwelt/alltag-wohnen/hygiene-papiere-toilettenpapier-kuechenrollen-taschentuecher/toilettenpapier

http://www.nur-toilettenpapier.de/toilettenpapier-herstellung.html

http://www.recyclingflyer.de/index.php/startseite/informationen/recyclingpapier

https://www.verbraucherzentrale.de/wissen/umwelt-haushalt/nachhaltigkeit/kuechenrolle-taschentuecher-und-co-immenser-verbrauch-10670

https://www.umweltbundesamt.de/umwelttipps-fuer-den-alltag/haushalt-wohnen/papier-recyclingpapier

 

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